Konsum- oder Industriegut?

Die begriffliche Abgrenzung zwischen einem Konsumgut und einem Industriegut ist nicht immer klar. Oft verschwimmen die Grenzen oder wandeln sich durch eine Aktion.

Generell ist ein Konsumgut ein Gut, dass für den privaten Gebrauch erworben und dort eingesetzt wird. Die gewerbliche, berufliche Nutzung eines Produkts dagegen definiert dieses als Industriegut.
Da aber in der beruflichen Alltagswelt sehr viele Produkte aller möglichen Formen und Farben vom Büro bis zur Anlage vorkommen, müsste gemäß dieser Definition selbst ein kleines Schreibtisch-Utensil als “Industriegut” bezeichnet werden. Außerdem kann das gleiche Produkt durch verschiedene Einsatzorte gleichzeitig Konsum- und Industriegut sein. Hier wird bereits deutlich, wie unklar und willkürlich die Begriffe einsetzbar sind.

Perspektivische Differenzen

Die Perspektive spielt allgemein eine sehr wichtige Rolle bei der Beschreibung der verschiedenen Güter. Für den Hersteller und Verkäufer ist ein Produkt, das an einen Kunden verkauft wird, ein Konsumgut – denn es verlässt den Betrieb in Richtung eines Endabnehmers. Für den Kunden ist das Produkt zunächst auch ein nutzbares Konsumgut, das sich aber durch den Einsatz für einen andere gewerblichen Prozess zum Industriegut wandeln kann. Verkauft der Kunde das Produkt hingegen direkt weiter, ohne es zu nutzen, bleibt es auch für ihn ein Konsumgut.
Insgesamt bleibt also zu beobachten, dass die Abgrenzung zwischen den beiden Begriffen im alltäglichen und wirtschaftlichen Gebrauch nicht klar differenziert und ständig konfliktgeladen ist. Daher ist und bleibt die Begrifflichkeit immer eine Frage der jeweiligen Situation und Sichtweise.

 
 
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